21. - 24. Februar 2019

Freitag, 22. Februar 2019, 20 Uhr

Prinzip Hoffnung IV: Die menschliche Ordnung

Karten: 25 Euro | ermäßigt 15 Euro
(Kartenpreis inkl. Gebühren)

Vocalconsort Berlin
Leitung: Ralf Sochaczewsky
Percussion: Maria Schneider

Programm:

Frank Schwemmer (*1961): alfabet (UA)
Chorfantasie nach dem gleichnamigen Gedicht von Inger Christensen für Kammerchor und Schlagzeug

Eine Uraufführung und ein Jubiläum: Der Berliner Komponist und Sänger Frank Schwemmer hat im Auftrag des Vocalconsort Berlin Auszüge des Langgedichts „alfabet“ der dänischen Lyrikerin Inger Christensen vertont. Im Rahmen seiner fünfteiligen Konzertreihe zum 15-jährigen Bestehen bringt das Vocalconsort Berlin diese Komposition bei Chor@Berlin zur Uraufführung.

„die aprikosenbäume gibt es, die aprikosenbäume gibt es“. Mit dem einzeiligen Vers zum Buchstaben A beginnt das Gedicht „alfabet“ von Inger Christensen, einer der bedeutendsten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Es endet mit 610 Zeilen zum Buchstaben N. Christensen ordnet darin Worte, vorrangig Substantive, und beschwört damit die Existenz von Dingen, um sie vor ihrem möglichen Verschwinden in Zeiten von Atom- und Wasserstoffbomben erinnernd zu bewahren – denn „die wasserstoffbombe gibt es / ein gebet darum zu sterben / wie man zu sterben pflegt / eines tages bei gewöhnlichem / wetter ...

Das Vocalconsort Berlin gilt bundesweit als einer der besten und wandlungsfähigsten Kammerchöre. 2003 gegründet, hat das Profiensemble bewusst keinen Chefdirigenten, sondern arbeitet projektweise mit unterschiedlichen Dirigenten, aber vor allem mit festen künstlerischen Partnern wie Daniel Reuss, Folkert Uhde und Sasha Waltz zusammen. Flexibel in Besetzung und Repertoire, überschreitet das Ensemble die Grenzen der klassischen Genres und Disziplinen. Zuletzt standen 2018 Monteverdis „Orfeo“, choreografiert von Sasha Waltz, Engagements an der Komischen Oper Berlin und an der Semperoper Dresden in Schönbergs „Moses und Aron“ auf dem Programm sowie Konzerte und Uraufführungen im Rahmen des 15-jährigen Jubiläums des Ensembles.

Ralf Sochaczewsky studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Chordirigieren und dirigierte 2016 die europäische Erstaufführung des mit dem Pulitzer-Preis 2015 gewürdigten Oratoriums „Anthracite Fields“ von Julia Wolfe mit dem DR VokalEnsemblet und Bang on a Can-All Stars. Er arbeitet regelmäßig mit Chören wie dem RIAS Kammerchor, dem Vocalconsort Berlin oder Cappella Amsterdam und konzertierte mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Konzerthausorchester Berlin und dem National Radio Orchestra Bucarest. Opern dirigierte er am Bolshoi Theater Moskau, der Komischen Oper Berlin und der Opéra National du Rhin, darüber hinaus arbeitete er mit verschiedenen Pop-Gruppen und KünstlerInnen wie Damien Rice, Bon Iver, Helga Davis und Shara Nova zusammen.

Die Konzertreihe „Prinzip Hoffnung“ des Vocalconsort Berlin wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.