22. – 25. FEBRUAR 2018

Samstag, 24. Februar 2018, 14 Uhr – 15.30 Uhr

Hölderlin-Vertonungen:
Programmkonzeption und Probenarbeit

Karten: 15 Euro | ermäßigt 10 Euro

Dozent: Gijs Leenaars

10 – 13 Uhr
Optional: Generalprobe „Schicksalslieder“ für WorkshopteilnehmerInnen
14 – 15.30 Uhr
Workshop

In diesem Workshop erarbeitet Rundfunkchor-Chefdirigent Gijs Leenaars gemeinsam mit zwölf Chormitgliedern in Form einer „echten“ Probe das Programm, das der Rundfunkchor Berlin beim Abschlusskonzert des Vokalfests aufführen wird. Dabei erklärt Leenaars den KursteilnehmerInnen auch, warum er wie probt – und warum er das Konzertprogramm (a cappella oder mit Klavierbegleitung zu vier Händen) in dieser Form zusammengestellt hat. Vor dem Workshop sind die TeilnehmerInnen von 10 bis 13 Uhr ebenfalls zur Generalprobe mit dem Rundfunkchor Berlin eingeladen. Um Johannes Brahms’ Vertonung von Hölderlins „Schicksalslied“ gruppieren sich einerseits weitere Werke von Brahms, andererseits moderne Hölderlin-Vertonungen von Bruno Maderna, vom holländischen Komponisten Daan Manneke und von Friedrich Cerha. Gijs Leenaars wird besonders darauf eingehen, wie sich Laienchöre solchen herausfordernden, im Falle Cerhas sogar gänzlich atonalen Werken nähern können.

Seit Beginn der Saison 2015/16 steht Gijs Leenaars als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter an der Spitze des Rundfunkchores Berlin. Der Niederländer gilt als einer der interessantesten Chordirigenten der jüngeren Generation. Von 2012 bis 2015 wirkte er als Chefdirigent des Chores des Niederländischen Rundfunks in Hilversum und arbeitete dort bereits mit Dirigenten wie Mariss Jansons, Bernard Haitink und Nikolaus Harnoncourt zusammen. Zudem ist er regelmäßiger Gastdirigent verschiedener Chöre und Orchester, darunter des Collegium Vocale Gent, des Nederlands Kamerkoor, der Cappella Amsterdam, des Rotterdams Philharmonisch Orkest und des Orchestra Filarmonica di Torino. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Aufführung zeitgenössischer Musik. So leitete er die niederländische Erstaufführung von Wolfgang Rihms „Vigilia“, für die Gesamteinspielung der Werke Kurtágs unter Reinbert de Leeuw erarbeitete er sämtliche Chorwerke. In seinen Programmzusammenstellungen verbindet er klassisches Repertoire mit selten gehörten Werken der Chorliteratur.