22. – 25. FEBRUAR 2018

Sonntag, 25. Februar 2018, 18 Uhr

Schicksalslieder

Karten: 22 Euro | ermäßigt 14 Euro

Rundfunkchor Berlin
Leitung: Gijs Leenaars
Klavier: Hendrik Heilmann und Gerhard Vielhaber

A cappella oder begleitet vom Klavier zu vier Händen präsentiert der Rundfunkchor Berlin zum Abschluss von Chor@Berlin ein Programm aus bekannten und selten aufgeführten Werken, in dessen Zentrum Johannes Brahmsʼ Vertonung von Hölderlins „Schicksalslied“ steht. Von hier spannen sich die Fäden einerseits zu weiteren A-cappella-Werken von Brahms, andererseits zu Hölderlin-Vertonungen bedeutender Komponisten des 20. Jahrhunderts: zu Bruno Madernas „Schicksalslied“ aus der Oper „Hyperion“, zu den vier 1996 komponierten „Fragmenten“ von Friedrich Cerha und zu den „Liturgien [Rilke − Trakl − Hölderlin]“ von Daan Manneke. Einen instrumentalen Kontrapunkt bilden zwei Werke von György Kurtág: die aus dem „Játékok“-Zyklus stammende „Studie zu ‚Hölderlin‘ von Jánosz Pilinszky“ und seine Fassung von Johann Sebastian Bachs „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ für Klavier zu vier Händen.

Mit rund 60 Konzerten jährlich und internationalen Gastspielen zählt der Rundfunkchor Berlin zu den herausragenden Chören der Welt. Allein drei Grammy Awards stehen für die Qualität seiner Einspielungen. Als Profiensemble mit breit gefächertem Repertoire ist er Partner bedeutender Orchester und DirigentInnen, darunter Sir Simon Rattle, Christian Thielemann oder Yannick Nézet-Séguin. Internationales Aufsehen erregt der Rundfunkchor Berlin auch mit seinen interdisziplinären Projekten, die das klassische Konzertformat aufbrechen und Chormusik neu erlebbar machen, darunter zuletzt „LUTHER dancing with the gods“ in Zusammenarbeit mit Regisseur Robert Wilson oder die gefeierte szenische Umsetzung des Brahms-Requiems als „human requiem“ durch Jochen Sandig und ein Team von Sasha Waltz & Guests. Daneben engagiert sich der Chor in verschiedenen Community-Projekten und Bildungsinitiativen. Der Chor wurde seit seiner Gründung 1925 von Dirigenten wie Helmut Koch, Dietrich Knothe, Robin Gritton und Simon Halsey geprägt.

Seit Beginn der Saison 2015/16 steht Gijs Leenaars als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter an der Spitze des Rundfunkchores Berlin. Der Niederländer gilt als einer der interessantesten Chordirigenten der jüngeren Generation. Von 2012 bis 2015 wirkte er als Chefdirigent des Chores des Niederländischen Rundfunks in Hilversum und arbeitete dort bereits mit Dirigenten wie Mariss Jansons, Bernard Haitink und Nikolaus Harnoncourt zusammen. Zudem ist er regelmäßiger Gastdirigent verschiedener Chöre und Orchester, darunter des Collegium Vocale Gent, des Nederlands Kamerkoor, der Cappella Amsterdam, des Rotterdams Philharmonisch Orkest und des Orchestra Filarmonica di Torino. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Aufführung zeitgenössischer Musik. So leitete er die niederländische Erstaufführung von Wolfgang Rihms „Vigilia“, für die Gesamteinspielung der Werke Kurtágs unter Reinbert de Leeuw erarbeitete er sämtliche Chorwerke. In seinen Programmzusammenstellungen verbindet er klassisches Repertoire mit selten gehörten Werken der Chorliteratur.

Der Rundfunkchor Berlin ist ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin in der Trägerschaft von Deutschlandradio, der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Berlin und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg.


Dieses Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur mitgeschnitten.
Sendetermin unter: www.deutschlandfunkkultur.de