22. – 25. FEBRUAR 2018

Freitag, 23. Februar 2018, 19 Uhr

Gravitation –
eine Konzertperformance zu Pergolesis „Stabat Mater“

Karten: 14 Euro | ermäßigt 11 Euro
Kombiticket mit Film: 18 Euro | ermäßigt 14 Euro


Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin

Musikalische Leitung: Friederike Stahmer
capella vitalis berlin
Tanz: BBoy Wilfried Ebongue und Bboy Marcio de Barros
Choreografie: Louise Wagner
Auftaktkomposition: Klaus Janek
Kostüme: Marianne Akay

Der ewige Traum vom Fliegen: Der Tanz und die Musik sind diesem Traum künstlerisch am nächsten gekommen und verbinden sich in der Konzertperformance „Gravitation“. Zwei Hip-Hop-Tänzer, Weltmeister ihres Faches, tanzen an gegen die Schwerkraft zu den Klängen von Giovanni Battista Pergolesis „Stabat Mater“, gesungen vom Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin. Der Chor bewegt sich in abstrakten Formationen, Tableaus entstehen und vergehen, gegensätzliche Kräfte erzeugen Reibungsflächen, die den Raum in einen Schwebezustand versetzen. Ein zeitgenössisches Streben nach dem Himmel …

Im Anschluss an das Konzert feiert „Mit starker Stimme“, die Dokumentation über den Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin, ihre Premiere.

Im Mädchenchor der Sing-Akademie zu Berlin unter der Leitung von Friederike Stahmer erhalten Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen fünf und 20 Jahren eine musikalische Grund- und Weiterbildung mit der Möglichkeit, anspruchsvolle Literatur für gleiche Stimmen zu erarbeiten. Derzeit singen rund 160 Mädchen in fünf Ausbildungsstufen. Der Chor gestaltet eigene Konzerte, singt in Gottesdiensten und nimmt an großen Aufführungen des Hauptchores der Sing-Akademie teil. Ein besonderes Anliegen ist dabei die Vermittlung von alter und neuer Musik und die Entdeckung neuer Konzertformate. 2017 wurde der Chor Sieger seiner Kategorie in der Open Competition des Grand Prix of Nations. Konzertreisen führten unter anderem nach Island, Spanien, Dänemark und in die Schweiz.

Friederike Stahmer ist Professorin für Kinder- und Jugendchorleitung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH), Gründerin des Kinder- und Jugendchors an der HMTMH und Leiterin des Mädchenchors der Sing-Akademie zu Berlin. Nach dem Studium der Schulmusik absolvierte sie ihr Gesangspädagogikstudium an der Universität der Künste Berlin sowie ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin. Als Chorleiterin besuchte sie Meisterkurse bei Volker Hempfling, Gary Graden und James Jordan und bildete sich unter anderem am Gordon Institute for Music Learning in Columbia/South Carolina fort. Als gefragte Expertin auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendchorleitung hält sie Vorträge und leitet Seminare im In- und Ausland, so am National Conservatory Beijing, an der Bundesakademie Trossingen und an der Akademie Remscheid.

capella vitalis berlin wurde 2002 von der Barockgeigerin Almut Schlicker begründet, um die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts lebendig zu halten und Unbekanntes wieder zum Leben zu erwecken. Das Ensemble besteht aus renommierten MusikerInnen, die sich insbesondere der historischen Aufführungspraxis auf historischen Instrumenten widmen, und zeichnet sich durch flexible Besetzungsmöglichkeiten von barocker Sonate/Triosonate bis hin zum romantischen Orchester aus. Die capella vitalis berlin gastierte bereits beim Schleswig-Holstein Musik Festival und bei Festivals in London, Spanien, Dänemark und Norwegen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Zusammenarbeit mit Profi- und Laienchören. 2015 erschien die erste CD-Einspielung „Encaenia Musices“ von Romanus Weichlein beim Label Raumklang.

Louise Wagner studierte Bühnenbild und Freie Künste an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Gleichzeitig absolvierte sie eine Tanzausbildung an der Contemporary Dance School in Hamburg. 2010 schloss sie ihr Choreografie-Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin ab. Ihr choreografischer Interessenschwerpunkt liegt in der Zusammenarbeit zwischen Bildender Kunst, Tanz, Musik und Wissenschaft. Ihre Arbeiten wurden am ZKM in Karlsruhe, im Konzerthaus Berlin, an der Akademie der Künste Berlin, im RADIALSYSTEM V sowie bei nationalen und internationalen Festivals gezeigt. Louise Wagner lebt und arbeitet als freischaffende Choreografin in Berlin.